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Freitag, 27. November 2020

Liebe und Leidenschaft

Wer kennt es nicht? Da .... Ach wem mach ich hier was vor. Jene einen Welchen, die hier schon ne Weile mitlesen wissen es, eine meiner großen Leidenschaften ist das Wandern in Rüstung. Natürlich nicht irgendwo, am Liebsten in Österreich, eine meiner großen Lieben.Dazu kommt meine Vorliebe für neue Bekanntschaften und so ich Glück habe, Freundschaften. Alles zusammen führt zu diesem Post, in dem ich nochmal alle Arbeitsschritte beleuchten mag.

Alles in allem ist dies ein Produkt meiner Leidenschaft und der Freundschaft zu Teddy. 

Danke für dieses schöne Projekt, Teddy.

Das fertige Sax. Ich hatte bei der Gestaltung und der Materialwahl absolut freie Hand. Ich liebe es. Es ist meine erste Arbeit von Anfang bis Ende, in Sachen "Messer".

Der Rohling der Klinge samt Angel entsteht aus Federstahl. Hier die Vorkrümmung der Klinge, damit sie beim "schärfen" "gerade" wird.

Die Klinge wird Schlag um Schlag zur Klinge.


Der  fast fertige Rohling.


Der fertige Rohling, den Rest bringt der Schliff.


 

Die Flucht ist wichtig und gar nicht mal so schlecht.

 

Der Feinschliff ist getan und meinen Stempel hat die Klinge auch schon. 


Nach der Klinge folgt das Heft/der Griff


Dafür hab ich mir Pflaumenholz rausgesucht. Die Schrauben fixieren die beiden Hälften. Die Anpassung der Messing "Ringe" soll mich einige Stunden beschäftigen. Aber es sollte sich lohnen.


Der erste "Ring" passt, damit wird es Zeit für die erste grobe Kontur.


Auch den 2. "Ring" hab ich erfolgreich angepasst, alles an Überlangen ist bereits gewichen.


Der obere "Ring" wurde hier bereits mit einer 5mm Stahlplatte versehen, beides wurde aufeinander angepasst und durch stauchen der Kanten fest miteinander verbunden.

 

Man sieht es nicht, aber damit da mal die Klinge durch kann, waren noch 3 Stunden erforderlich.

 


Das Langloch war ja kein Problem.

 


 Aber die Anpassung an die Klinge hat es echt in sich gehabt.


Es folgte die "Krone" für das Ende des Heftes. Die von mir gegebene Bezeichnung ist vermutlich nachvollziehbar.


Das Heft mit beiden "Kronen"vereinen und vor dem Vernieten verleimen.



Das Sax ist fast fertig. 

Es fehlte nur noch ein Feinschliff des Heftes und etwas Öl.



Die Scheide, absolutes Neuland für mich.


 

Ich liebe Arbeit, die versteckt und unsichtbar ihren Dienst tut.

In der Scheide habe ich Rinderfell verarbeitet, wie auf diesem Bild zu sehen. Mit der Wuchsrichtung zur Klingenspitze, halten die Haare die Klinge später gut in der Scheide fest.

 


Aber nur Fell macht noch keine schöne Scheide. Ich hab mich für ein schönes 3-4mm starkes Leder in Braun entschieden.

Etwas knifflig war die Theorie hinter dem Schnittmuster. Ich hatte mir zwar einige Anregungen im Netz geholt, dass änderte jedoch nichts an der mangelnden persönlichen Erfahrung.


Um die Scheide gut an die Klinge anpassen zu können, hab ich das Leder in Wasser eingeweicht. Ein Brocken Magisches Erz (Blaufluss) dient mir als Gewicht.


Nach dem alle Teile, Fell, Gürtelhalterung und die Lederstreifen, die die Naht vor der Schneide schützen und der Scheide den nötigen Hohlraum geben, verleimt waren, konnte alles fertig vernäht werden. Dabei spielte für mich noch einmal die richtige Reihenfolge eine große Rolle, um möglichst wenige sichtbare Nähte zu haben. Schließlich musste das Fell ja in der Scheide befestigt werden.



Ein absoluter Blickfang, wie ich finde. Ich liebe es und freue mich aktuell am meisten auf die persönliche Übergabe an Teddy.































Sonntag, 15. November 2020

"Der Namenlose Held"

 Ich bin vielen ja für meinen Bezug zum Kult Klassiker "Gothic", von "Piranha Bytes" bekannt.

Über Rüstungen und Gegenständen aus dem Spiel, selbst Tiere, bis hin zu einem ganzen Lager samt liebenswerten Verrückten, die es mit mir zum Leben erwecken, aber auch andere Schmiede und Handwerks Projekte, nenne ich meinen gelebten Traum.


"Der Namenlose Held", 

das Stand mir fast bevor. Eine Sache die ich von Grunde her stets versuche zu vermeiden. Das Darstellen "Namenhafter" Charaktere aus meiner lieblings Welt, gerade dann, wenn er "Keinen" Namen trägt. Fast hättet ihr treuen Seelen mich nicht mehr gefunden, mein Name "Schmiede Erdenfeuer" getilgt aus den unendlichen Weiten des WWW.

 

Der Name "Erdenfeuer" gehört zu einer geschützten Marke, der Marke Erdenfeuer®, welche Maria Stürenburg inne hat. 

Eigentlich wäre es ihr gutes Recht mir meinen Namen zu nehmen, zu groß ist die Verwechslungsgefahr dessen was entsteht.

 

ABER, ich darf Balin Erdenfeuer bleiben, die Schmiede Erdenfeuer wird weiterhin meinen Traum materialisieren und verwirklichen, sie möchte nur, dass ich mich von ihr regelmäßig abgrenze. Ein absolut verständlicher Wunsch.

 

In dem Sinne: 

Danke Maria Stürenburg. Danke dass Mein Werk und mein Traum unverändert und vor allem unter "Meinen" Namen weiter Leben darf. 

 

Merket auf!

"Balin Erdenfeuer" und "Schmiede Erdenfeuer" haben nichts mit der durch Maria Stürenburg geschützten Marke Erdenfeuer® zu tuen.

Ihre Werke könnt ihr nicht nur unter www.erdenfeuer.de bestaunen, sondern auch käuflich erwerben.  

Sonntag, 9. Oktober 2016

3104!

Aus gegebenen Anlass und weil ich gerade einmal Zeit und Lust dafür hatte, habe ich seit langem etwas für meine "Gothic-Rüstungssammlung" fertig bekommen.

Im Grunde hätte man mit einer Solchen, diesen Splin, beginnen sollen. Aber wie es nun einmal bei Vielen so ist, hat man am Anfang eben mehr, etwas Größeres, Besseres, Schickeres haben und machen wollen. Warum sollte ich da eine Ausnahme machen. ^^

Das "Schickeres" nehme ich mehr oder weniger zurück. Ist meine Leichte Buddlerhose doch auch echt schick geworden, wie ich finde. :P

Klar hätte ich mir wieder etwas GI-Angelehntes einfallen lassen können, um eine der leichtesten Rüstungen des Spiels stilecht vorzustellen. Aber ich hab mich dann doch für ein paar Werkelfakten entschieden. Denn nur der Novizenrock ist leichter,wortwörtlich und in der Umsetzung.

Ich habe etwa 12 Stunden gebraucht. Dabei etwas mehr als 3104cm Naht genäht. Exakt 12 Hosenbeinhälften zugeschnitten, davon 4 aus einem Polsterstoff und 8 aus Bomull. Ich habe 32 Nieten vernietet, von denen ganze 4 unverzichtbar sind. Und ich habe 95 "Drahtstifte"/ Nägel mit 1,6mm Stärke, davon 44 am rechten Schuh, die anderen 51 am Linken, teils gekürzt und eingeschlagen.

Und ich möchte behaupten, das fast Jeder die komplette "Rüstung" auch in 12-16 Stunden schaffen kann.

Preislich sind Leder und Holzschuhe am teuersten, wobei die Vorlage keine Holzschuhe verlangt. Die bekommt man aber mit knapp 20€ Preiswerter als die meisten Lederschuhe.
Außerdem würden sie vor Steinschlag schützen und wenn man die doofe Spitze abschleift und kurz einen Brenner dran hält, sehen sie einfach mal verdammt Cool aus ^^.


Die Vorlage, wie gehabt bereitgestellt von Carstiii^^




Nägel kürzen



Hier der Erste versuch mit einem Restleder.



Hier die finale Lösung im Detail




Ich bin noch neu in der Alten Mine, noch 2 Monate und ich hab nen Sixpack und Arme die mal Oberschenkel hätten werden sollen.


Ich hoffe auf einige Nachahmer^^ und bleibt neugierig.



Dienstag, 23. Februar 2016

Meister Thorben´s neuer Lehrling

Ich bin nun schon bei Huno, Harad, Bennet, Bosper und Constantino in die Lehre gegangen. Ich habe schmieden, plattnern, bognern und die Grundlagen der Kräuterkunde gelernt.
Zeit für etwas Neues!
Ein guter Anlass ist die Role Play Convetion in Köln, für die ich mich mit meiner Lagergruppe angemeldet habe. Ein guter Anlass um bei Thorben in die Lehre zu gehen.
Denn ich benötige einen Vitrinenschaukasten. Die Maße und das Material waren schnell klar. Für den Schaukasten hab ich 12er OSB-Platten mit verzinkten Stahlwinkeln zusätzlich zum verleimen geschraubt. Den Deckel hab ich aus eine 8mm Acrylglasplatte, die in einen Aluminiumwinkelrahmen geschraubt ist, gefertigt. Den Innenraum hab ich mit Dunstabzugshaubenfiltern, den flauschigen, einlagig ausgepolstert und mit roten Pannesamt überspannt. Der Deckel ist zum fest anschrauben.

Gut, viele der genannten Materialien hatte Meister Thorben sicher nie zur Verfügung, aber ich bin zufrieden und die RPC kann kommen.






Montag, 10. August 2015

Meine Zwei Lieblinge des Lernens

"Es gibt drei Wege des Lernens: Durch Nachdenken, das ist der Edelste, durch Erfahrung, das ist der Bitterste und durch Nachahmung, das ist der Leichteste."

Konfuzius


Ganz deutlich abzugrenzen geht das ja meiner Meinung nach nicht. Nimmt man das "Nachdenken", der Erste meiner Lieblinge, stolpert man auch ganz schnell zur "Erfahrung". Läuft ja nicht immer alles wie erdacht. Und die "Nachahmung" oder wie ich es nenne, die einzige Art des Stehlens die ich jedem rate, funktioniert doch auch nur in Kombination mit "Nachdenken".

Am Ende sind "Nachdenken" und "Stehlen" jedoch ganz klar meine Lieblinge.
Die Wege des Lernens die ich am liebsten begehe.

Zum "Stehlen" bin ich im letzten Monat recht oft gekommen. Viele Märkte oder vergleichbare Veranstaltungen, boten mir die Möglichkeit. Und gern hab ich sie wahrgenommen. Kein Schmied dem ich nicht sein können von den Fingern geschaut habe.

Hier einige Erkenntnisse dieses "Raubzugs":
Löffel, Kellen... vergleichbares scharf absetzen und im Schmiedeschraubstock stauchen.
(absetzen ist das Erzeugen einer deutlichen "Stufe" im Material, der Rohstange. Bei einer Kelle wird ein Rohling mit quatratischen Querschnitt bei gleichem Abstand von vorn, von allen vier Seiten "abgesetzt".)
Schmiedeschraubstock zum verdrehen verwenden.
Schnelles Drehen und gröbere Vorarbeit könnten meine gesamt Schmiede-Fertigungsgeschwindigkeit verbessern.

Das sind nur mal so grob die Wichtigsten "Beutestücke".
Und diese sind natürlich ohne "Erfahrung" nichts wert. Was mir schon recht schnell klar war, es gibt keinen "Perfekten Weg", keine "Perfekte Technik" beim Schmieden. Jeder Schmied kommt mit anderen Methoden besser und schneller zum gleichen Ergebnis. Natürlich sehen das nicht alle Schmiede so.
Daher, "gestohlenes" testen und über "Erfahrung" und "Nachdenken" zum eigenen optimalen Weg machen, oder als Alternative abtun und in der Rückhand behalten.
Das Selbe gilt auch für jenes Wissen, das man wissentlich gezeigt bekommen hat. "Nachahmung" ist ja nicht immer auf abgeschautes, "gemaustes" sondern auch auf gelehrtes Wissen bezogen.


Die neusten Erfolge meines "Nachdenkens" hab ich hier natürlich auch noch.
Wann lern ich durch "Nachdenken"? Klar wenn ich etwas machen muss das ich noch nie gemacht habe, mir aber selbst erschließen kann. Das die Ideen zur Umsetzung dann durch Tests Bestätigung finden, verworfen oder verbessert werden, ist dann die kleine Freude auf die ich manchmal mit gemischten Gefühlen schaue. Da haben wir den Grund, warum lernen durch "Erfahrung(machen)" der bitterste Weg ist. Aber dieses mal ist alles toll.

Eine gute Freundin, wollte ein neues "Lagermesser" natürlich mit meiner Signatur. ABER nicht wie von mir schon gewohnt, vollständig aus Stahl. Nein, ihr Wunsch war ein Holzgriff! Ok.... noch nie gemacht, also das Wissen zusammenklauen. Youtube an, und nach gefühlten 2-3 Stunden ganz erfolgreich gescheitert. Willkommen "Nachdenken"!
Fertige Messer mit Holzgriff kennt wohl fast jeder. Hab mir eins rausgesucht. Das die beiden Holzschalen da mit Metallstiftchen befestigt werden wird nach längerer Betrachtung bestimmt auch fast jedem klar. Problem? nein nicht das wie halten die Stifte und geklebt oder genietet.... OHNEIN, mein Problem, die Messer mit 2 Holzschalen gefallen mir nicht. Vorallem weil ich die Angel(der Bereich hinter der Klinge, woran das Holz befestigt wird) nicht für diese Art der Befestigung hergestellt hatte.^^
Wie genau ich nun was gedacht hab, entzieht sich nun mittlerweile meiner Erinnerung. Aber ich hab mir Kirschwurzelholz genommen und eine Aussparung für die Angel gefertigt. Anschließend hab ich das erste Loch in der Angel abgebohrt, welches ich schon im Vorfeld gefertigt hatte, um ein abbrechen des Bohrers und das aufweiten der Löcher im Holz zu vermeiden. Federstahl ist da etwas zäh und kann eben beides zur Folge haben. Kleinere Nacharbeiten und das zweite Loch konnte folgen. Wenn dann alles soweit passt, nur noch Metallstifte zuschneiden und Kleber anrühren.
Die Metallstifte haben hoffentlich Passmaß, soll heißen, haben den Durchmesser des Loches. Beim Kleber mische ich Holzstaub und feine Sägespäne bei, um Lücken und Schäden zu verfüllen.

Soweit die erdachte Theorie. Umsetzen und Zusammen kleben!
Zuletzt nach sicherheitshalber 2 Tagen, noch feinschliff und fertig . ^^


Verleimt und grobschliff


Detail Signatur und Feinschliff


Fuge mit Späne-Klebergemisch, nach dem Feinschliff


Messer Detail für die Holzmaserung Seite 2



Messer Detail für die Holzmaserung Seite 1


Besagte Freundin und ich sind zufrieden. Ich werde das auf jeden Fall nun öfter machen.
Und wer weis, vielleicht hab ich ja dem Einem oder Anderem helfen können.